Mittwoch, 19. Januar 2011

I am back...

Hallo Leute, 

wie die meisten ja höchstwahrscheinlich schon mitbekommen haben bin ich mittlerweile wieder sicher im schönen, nassen und kalten Deutschland angekommen. Trotzdem möchte ich diesen Blog aber noch angemessen zu Ende führen. Deshalb melde ich mich heute noch ein letztes Mal aus der Heimat, um euch ein wenig über das Bericht zu erstatten, was ich so die letzten Tage in den USA noch erlebt habe.  

Also, das letzte Mal habe ich ja damit geschlossen, dass wir mit dem Bus in New York angekommen waren. Weiter ging es dann damit, dass wir uns das nächstbeste Taxi geschnappt haben und zu unserem Hotel gefahren sind. Und kein Witz: ein Taxi zu rufen ist in New York tatsächlich so einfach, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Einfach Arm ausstrecken und warten! Die Wartezeit bis das erste Taxi anhält beträgt dann etwa 10 bis 20 Sekunden. Unser Hotel war dann auch echt gut und vor allem super gelegen. Nur 200 Meter vom Times Square entfernt. Und passend zu den anderen Hochhäusern in Manhattan war das Hotel auch ganz lustig gebaut: Eine Grundfläche von vielleicht zehn mal zwölf Metern, aber dafür 20 Stockwerke hoch :-).  
Richtig los mit unsere Erkundung von New York City ging es dann aber erst am Montag, denn außer Essen und Einkaufen haben wir am Sonntagabend nichts mehr unternommen. Gestartet sind wir dabei mit dem Besuch des Empire State Buildings. Und natürlich waren wir dabei auch auf der Aussichtsplattform in 320 Metern Höhe, um den schöne Ausblick über die Stadt zu genießen. Anschließend sind wir dann weiter durch Midtown Manhattan gewandert und haben uns viele der anderen berühmten Gebäude angeschaut. Unter anderem die Grand Central Station, das Chrysler Building, die öffentliche Bibliothek, das Rockefeller Center und, und, und. Aber jetzt alle aufzuzählen würde einfach zu lange dauern, deswegen verweise ich einmal mehr auf die vielen Fotos, die ich gemacht habe. Am Abend sind wir dann noch einmal über den Times Square gegangen und dann war unser erster kompletter Tag in New York auch schon wieder vorbei. 

An unserem zweiten Tag waren wir dann nicht in Midtown, sondern in Uptown Manhattan. Das ist grob gesagt der Teil Manhattans rund um den Central Park, in dem wir auch dann auch den Großteil des Tages verbracht haben. Vorher waren wir nur noch kurz am Hudson River und anschließend sind wir noch ein bisschen durch die Upper East Side marschiert. Außerdem waren wir am Abend noch am Union Square, der allerdings ein wenig weiter südlich liegt, so dass wir zwischendurch auch noch ein bisschen U-Bahn fahren durften. Danach mussten wir dann aber auch wirklich zurück ins Hotel, denn genau wie schon in Washington war es doch ziemlich kalt in New York, so dass man nach acht bis neun Stunden im Freien auch ganz froh war wieder im warmen Hotelzimmer zu sein.  
Am Mittwoch haben wir uns dann aufgemacht, der Freiheitsstatue mal einen kleinen Besuch abzustatten, was dank der hohen Sicherheitsvorkehrungen leider nicht so ganz einfach war. Denn bevor man komplett durchsucht und durchleuchtet war und das Schiff in Richtung Liberty Island betreten durfte, war erst einmal 2 Stunden Schlange stehen angesagt, was bei den eisigen Temperaturen und direkt am Wasser nicht unbedingt die größte Freude auslöste. Aber letztlich haben wir es ja doch auf die Insel geschafft, auch wenn wir die Freiheitsstatue selbst nicht betreten durften. Wir waren nämlich leider ein bisschen spät dran, was die Reservierung der Tickets anging. Denn wie bei vielen Sachen in den USA kann man sehr viel Zeit sparen, indem man sich nicht wie alle anderen doofen Touristen einfach in die Schlange stellt, sondern schon im Vorfeld Tickets über das Internet bestellt, bezahlt und dann einfach ausgedruckt mitbringt. Da es aber normalerweise ausreicht das einige Tage vorher zu machen, haben wir uns bei der Freiheitsstatue auch erst an unserem letzten Tag in Washington darum gekümmert, was leider ein Fehler war. Denn um Zugang zur Statue zu bekommen, hätte man sich schon mindestens vier Wochen im Voraus anmelden müssen. Tja, Pech gehabt! Aber von außen sah die alte Lady auch ganz schön aus, auch wenn sie neben den ganzen Wolkenkratzern in Manhattan trotz ihrer 93 Meter recht mickrig wirkt. Nachdem wir Liberty Island dann wieder verlassen hatten waren wir außerdem noch auf Ellis Island und haben uns dort das Einwanderungsmuseum angeschaut. Also im Prinzip das Pendant zum Auswandererhaus in Bremerhaven. Und als wir damit fertig waren, war es zu unserer Überraschung auch schon wieder dunkel und wir sind zurück ins Hotel.  

Am nächsten Tag haben wir uns dann noch den letzten Teil von Manhattan angeschaut, den wir bisher noch nicht gesehen haben: Downtown. Hier liegt unter anderem das ganze Financial District mit Wall Street, dem World Financial Center und natürlich auch Ground Zero. Außerdem waren wir noch beim Rathaus, der Brooklyn Bridge und einigen anderen schönen Gebäuden, die ich jetzt aber nicht alle aufzählen will. Ja und damit hatten wir dann das Gröbste von New York gesehen. Na gut eigentlich nur von Manhattan, aber Manhattan ist ja New York wie man es sich vorstellt. Am Abend sind wir dann noch einmal zum Abschluss unserer Reise richtig teuer Essen gegangen und dann hieß es auch schon so langsam Abschied nehmen von Amerika, denn nicht einmal 24 Stunden später sollte ich ja schon im Flugzeug Richtung Deutschland sitzen. 
Und so haben ich dann auch am Freitag nicht mehr allzu viel unternommen. Am Morgen durfte ich noch ein letztes Mal meine Koffer packen, im Gepäckraum des Hotels verstauen und dann habe ich erst einmal Birthe zu ihrem Bus zurück nach Washington gebracht. Denn anders als ich bleibt Birthe noch einen ganzen Monat länger in den USA und legt sich noch ein bisschen in die kalifornische Sonne. Danach bin ich dann trotz Schneesturm noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und habe ein paar letzte amerikanischen Souvenirs eingekauft, bevor ich um drei Uhr zurück zum Hotel musste, um mein Shuttle zum Flughafen zu erwischen. Und schon nach 10 Minuten in diesem Shuttle wusste ich: ich bin zurück in Deutschland! Denn ich hatte das Glück mit einer deutschen Familie im Shuttle zu sitzen, die nichts besseres zu tun hatte, als sich die kompletten 90 Minuten bis zum Flughafen nur über den Fahrer, den Verkehr und das Shuttle selbst aufzuregen. Aber nachdem ich am Flughafen angekommen war lief eigentlich alles reibungslos. Mein Gepäck ist mitgekommen, ich hatte einen Platz im Flugzeug und das Flugzeug ist trotz Schnees pünktlich gestartet. Und nach zweistündigem Aufenthalt in Zürich verlief auch mein zweiter Flug problemlos, so dass ich heute vor 10 Tagen wieder heile auf dem Flughafen in Hamburg angekommen bin. Und damit war mein Auslandssemester dann auch endgültig beendet.  

Aber um noch einmal ein paar abschließende Worte für die letzten 5 Monate zu finden: es war echt ein tolle Zeit. Es hat mir super viel Spaß gemacht und ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, so etwas auch einmal zu machen! Nichtsdestotrotz bin ich aber trotzdem froh jetzt wieder zu Hause zu sein denn: zu Hause ist es immer noch am Schönsten :-).  

Ich bedanke mich an dieser Stelle auch noch einmal bei allen, die bis heute durchgehalten haben und diesen Blog regelmäßig verfolgt haben und nicht spätestens nach dem zweiten Beitrag gelangweilt ausgestiegen sind.  

So und damit schließe ich dann diesen Blog endgültig, 

viele Grüße aus dem schönen OHW 

Sascha


Donnerstag, 6. Januar 2011

Time to say Goodbye

Hallo Leute, 
 
ich bin es schon wieder! Auch wenn mein letzter Beitrag noch nicht sooo lange her ist, gibt es hiermit schon gleich den Nächsten. Denn wie ihr ja wisst, mach ich mich morgen schon wieder auf den Heimweg und bis dahin will ich zumindest noch ein bisschen abgearbeitet haben. Also hier das Neuste von meiner Reise durch die USA: 
 
Wie ich ja schon erwähnt hatte bin ich am letzten Montag in Washington angekommen und dann mit bei Birthes Verwandten eingezogen. Am Abend haben wir dann noch einen groben Plan gemacht, was wir uns alles in Washington wollen und am Dienstag ging es dann auch schon los mit der Besichtigung der Stadt. Und zum ersten Mal hier musste ich mich dazu auch richtig warm anziehen! Nachdem wir dann also mit dem Bus in die Stadt gefahren waren (Auto gibt es ja leider nicht mehr), sind wir als erstes zum Weißen Haus gestiefelt, um mal zu gucken, was Obama so treibt. Nur war er leider gerade nicht zu Hause. Deswegen sind wir dann auch gleich weiter zur National Mall gegangen. Das ist die große Freifläche mitten in der Stadt, um die alle wichtigen Gebäude, Museen und Monumente angeordnet sind. Dort haben wir erst das Washington Monument angeschaut und sind danach weiter ins naturhistorische Museum von Washington, um uns wieder aufzuwärmen, denn es war doch kälter als erwartet und ich habe leider nicht die dicksten Wintersachen hier. Aber das Gute an den Museen in Washington war, sie sind alle umsonst! Man kann einfach rein und raus, wann man will und so oft man will. Na gut, so einfach ist es nicht ganz, denn die Amerikaner sind bei allen etwas größeren und bedeutenderen Gebäuden überempfindlich und lassen einen immer erst nach einem Sicherheitscheck, ähnlich denen am Flughafen rein. Aber da hab ich mich mittlerweile auch schon dran gewöhnt hier. Jedenfalls haben wir uns dann doch relativ lange im Museum aufgehalten, so dass wir es danach nur noch bis zum Lincoln Monument geschafft haben, bevor es schon wieder dunkel wurde und wir wieder nach Hause gefahren sind.  
Am Mittwoch ging es dann morgens gleich wieder in die Stadt, damit wir unsere Besichtigungstour fortsetzen konnten. Dabei ging es zuerst ins US Capitol, da wir hier eine Führung gebucht haben, die, wie soll es auch anders sein, natürlich kostenlos war. Also hin, wieder durch den Sicherheitscheck und dann mal den Politikern der USA ein bisschen über die Schultern geschaut. Naja, eigentlich nicht wirklich. Denn erstens haben hier in den USA zwischen Weinachten und Neujahr auch alle Politiker frei und zweitens sind der Senatssaal und der Kongresssaal nicht Teil der Führung gewesen. Aber ansonsten haben die Amerikaner doch ein recht schönes Regierungsgebäude. Nachdem die Führung dann beendet war, haben wir uns noch ein paar Monumente rund um die National Mall angeschaut, bevor auch der zweite Tag wegen Dunkelheit schon wieder zu Ende war. Und ich sag euch: die Dunkelheit ist, neben der Kälte, das zweite große Problem, weshalb man eigentlich lieber im Sommer Urlaub machen sollte. Man schafft nämlich wirklich nicht viel, wenn es immer schon um fünf Uhr nachmittags stockfinster ist und die meisten Sachen, die man sich anschauen möchte draußen sind. 
 
Am nächsten Morgen haben wir uns dann zu Beginn des Tages auf zum Friedhof nach Arlington gemacht. Normalerweise ist ein Friedhof ja nicht unbedingt ein Touristenmagnet, aber dieser Friedhof ist doch sehr bekannt und hier sind neben viele Soldaten auch viele ehemaligen US-Präsidenten und andere große Persönlichkeiten begraben. Außerdem gab es hier viele Denkmäler, die wir nicht auslassen wollten. Danach sind wir einmal mehr zur National Mall, haben uns noch die letzten Memorials angeschaut, die wir noch nicht gesehen haben und sind dann, wieder einmal um uns aufzuwärmen, ins Smithsonian Museum gegangen, wo wir den Rest des Tages verbracht haben.  
Einen Tag später war dann auch schon Silvester. Da wir hier aber jeden Tag nur von einem Denkmal zum Nächsten laufen, habe ich ehrlich gesagt mein Gefühl für das aktuelle Datum ein bisschen verloren und war irgendwie nicht so wirklich in Partylaune. Trotzdem haben wir aber zur Feier des Tages das National Air and Space Museum besucht. Und das war wirklich gut. Nur leider auch sehr groß, so dass es, als wir das Museum wieder verlassen haben, auch schon wieder Nacht war. Also sind wir erstmal wieder nach Hause gefahren, um uns ganz klassisch mit ein wenig Sekt und „Dinner for One“ (das durfte auf keinen Fall fehlen) auf das neue Jahr einzustimmen. Danach haben wir uns dann noch einmal, in der Erwartung auf ein großes Feuerwerk, auf den Weg in die Stadt gemacht. Denn die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika wird doch wohl sicherlich einiges aufbieten, um das neue Jahr gebührend einzuläuten. Und außerdem wurde auch auf diversen Webseiten darauf hingewiesen, dass es ein großes Feuerwerk über dem Capitol geben wird. Aber wir wurden bitter enttäuscht! Mit mehreren anderen hundert Menschen standen wir vor dem Washington Monument und sahen pünktlich zur Jahreswende: nichts! Nicht eine einzige Rakete! Über der gesamten Stadt nicht ein einziger Feuerwerkskörper! Ziemlich enttäuschend. Vor allem, da die USA doch sonst immer überall die Größten sein wollen. Naja, beim Silvesterfeuerwerk sind sie es auf jeden Fall nicht. Also sind wir um etwa halb eins in Vorfreude auf ein besseres Silvester 2011 wieder nach Hause gefahren. 
 
Der nächste Tag war dann auch schon unser letzter voller Tag in Washington und uns sollte außerdem das Highlight der ganzen Woche bevorstehen. Denn nachdem wir nach der „anstrengenden“ Silvesterparty auch ein bisschen länger geschlafen hatten, haben wir uns gegen Mittag doch noch einmal auf den Weg in die Stadt gemacht. Dabei haben wir uns dann zunächst die Union Station angeschaut, bevor wir weiter zum Supreme Court wollten. Beim Wollen ist es dann aber leider auch geblieben, denn die Sicherheitskräfte der USA haben das gemacht, was sie am Besten können: Panik verbreiten. Wir waren nämlich gerade auf dem Weg von der Union Station zum Supreme Court, als auf einmal im Capitol die Alarmsirenen losgingen. Blöderweise standen wir direkt neben dem Gebäude. Und bevor wir überhaupt realisiert haben was los war, kamen auch schon Sicherheitsleute auf uns zugerannt und haben uns ziemlich energisch dazu aufgefordert uns doch so schnell wie möglich vom Gebäude zu entfernen. Also sind wir wieder zurück in Richtung Union Station gerannt (das einfaches Gehen nicht ausreicht haben uns die Sicherheitsleute relativ deutlich gemacht), bevor auch schon eine Armada von Polizeifahrzeugen anrollte und das Gebiet um das Capitol weiträumig abgesperrt hat. Wie sich dann später herausgestellt hat, war der Pilot irgendeines Flugzeugs im Anflug auf Washington für den ganzen Spaß verantwortlich, weil er versehentlich seine Funkfrequenz verstellt hatte, damit den Kontakt zum Flughafen verloren hat und dadurch gleich als potenzieller Terrorist galt. Vielen Dank dafür! Naja, wir sind dann jedenfalls nicht mehr zum Supreme Court gegangen, sondern mit dem Bus in den Stadtteil Georgetown gefahren, um uns da ein bisschen umzusehen, bevor wir dann wieder nach Hause gefahren sind.  
Und am Sonntagmorgen hieß es dann schon wieder Goodbye Washington. Denn nachdem wir am Samstagabend einmal mehr unsere Koffer packen mussten, ging am Sonntagmorgen schon unser Bus nach New York City! Und so waren wir viereinhalb Stunden nach unserer Abfahrt auch schon eine Großstadt weiter und hatten damit auch unser letztes Ziel hier in den USA erreicht. Aber da ich jetzt auch schon wieder mal keine Zeit mehr habe erzähle ich alles aus New York und das was mir vielleicht noch alles auf meinem Rückflug passiert beim nächsten Mal. Und ich hoffe, dass ich dass auch ziemlich bald nachdem ich wieder zu Hause bin schaffe. 
 
Also, noch ein letzte Mal schöne Grüße aus den USA 
 
Sascha 
 
 
PS: Alle Fotos aus Washington sind natürlich schon online!
 

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Happy New Year!

Hello again,

aus den USA. Und nachdem ich meinen Trip nach Florida letzte Woche beendet habe, melde ich mich heute mal aus Amerikas Hauptstadt Washington, D.C. und dem vorletzten Stopp auf meiner Reise. Und mit meiner Ankunft hier halt leider auch für mich der Winter begonnen, denn auch hier herrschen im Moment Temperaturen so um die null Grad. Aber erstmal erzähl ich lieber noch was aus dem schönen, warmen Florida.

Also, wie ich letztes Mal ja schon geschrieben hatte, habe ich zwar mit Verspätung aber immerhin sicher mein Hotel in Orlando erreicht. Und um das noch zu erwähnen: als ob der Flug nicht schon nervig genug gewesen wäre, habe ich beim Öffnen meines Koffers dann auch noch festgestellt, dass die TSA (Transportation Security Administration) so nett war meinen Koffer zu öffnen und alles durcheinander zu wühlen, so dass ich alles nochmal neu zusammenlegen durfte. Das war ein Spaß. 
Aber jetzt mal zum Wesentlichen: Am nächsten Morgen führte mich mein Weg als erstes vom Hotel nach Downtown Orlando zur Autovermietung. Denn wie überall in den USA gibt es auch in Florida keine vernünftigen öffentlichen Verkehrsmittel. Und damit ich mich trotzdem einigermaßen mobil bewegen konnte habe ich mir für die 6 Tage hier ein Auto gegönnt. Bekommen habe ich dabei einen schönen Hyundai Accent, falls das jemandem was sagt. Ich hab von dem Modell nämlich vorher noch nie etwas gehört, aber war eigentlich ein ganz ordentliches Auto. Nachdem ich dann das Auto hatte, hab ich mir erstmal ein bisschen die Stadt angeguckt, sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto. Und für den Abend habe ich mir nochmal ein Ticket für das Basketballspiel Orlando Magic gegen Dallas Mavericks geholt. Man weiß ja nie, wann man mal wieder ein Spiel der NBA oder Nowitzki live zu sehen bekommt.

Am Dienstag habe ich dann Orlando verlassen und mich auf den Weg Richtung Atlantikküste gemacht, genauer gesagt an die Space Coast. Also dahin, wo die USA ihre Raketen und das Space Shuttle starten lassen. Und das wollte ich mir dann natürlich auch ein bisschen genauer anschauen und habe den ganzen Dienstag im Kennedy Space Center verbracht, was auch echt sehr interessant war. 

Am nächsten Tag hab ich dann noch ein bisschen weiter die Insel Merrit Island erkundet, auf der auch das Kennedy Space Center liegt, bevor ich immer der Küste entlang in Richtung Süden gefahren bin. Dabei hab ich dann natürlich auch immer ein paar Stopps eingelegt, um die Aussicht zu genießen und ein paar Fotos zu schießen, die natürlich alle schon online sind. Am Ende des Tages habe ich es dann auch bis nach Miami geschafft, wo ich auch die Weihnachtstage verbracht hab. Denn am nächsten Tag war es auch schon soweit und ich durfte das letzte Türchen an meinem Adventskalender aufmachen. Aber in diesem Jahr hat sich das Weihnachtsfest für mich natürlich doch etwas anders gestaltet als üblich. Auf der einen Seite hatte ich deutlich besseres Wetter, nämlich Sonnenschein und etwa 24°, wenn ich mal ein bisschen angeben darf. Auf der anderen Seite war ich dafür ganz alleine, was natürlich nicht ganz so toll war. Aber ich habe das Beste daraus gemacht und bin nach Miami Beach gefahren und habe mich dort ein bisschen an den Strand gelegt. Und außerdem bin ich noch ein bisschen durch Miami Beach und Miami gefahren.
Am ersten Weihnachtsfeiertag wollte ich mir dann nochmal ein bisschen die Landschaft anschauen und bin in den Everglades National Park gefahren. Das Beste dabei war vor allem, dass es echt viele Tiere zu sehen gab dort, vor allem Krokodile. Na gut, wenn man sich ein bisschen anstrengt kann man überall in Florida Krokodile sehen, die sollen da nämlich überall rumlaufen, aber ich hab halt nur im Nationalpark welche gesehen, also hat sich’s schon gelohnt. 

Nach dem Tag im Nationalpark musste ich mich am nächsten Morgen auch schon wieder auf den Weg zurück nach Orlando machen, denn einen Tag später sollte es für mich ja schon weiter nach Washington gehen. Auf dem Rückweg nach Orlando bin ich diesmal aber nicht die Küste entlang, sondern durchs Landesinnere gefahren, um auch mal diese Seite des Bundesstaates zu sehen. Die Fahrt wurde aber leider doch etwas enttäuschend. Und das lag vor allem daran, dass das Landschaftsbild in Florida sich total von dem in Kalifornien unterscheidet. Denn während in Kalifornien alles sehr bergig ist und man schon in ein paar Kilometer Entfernung vom Ozean auf einem 1000m hohem Berg stehen kann, sieht es in Florida ungefähr so aus wie in der Wesermarsch. Und knapp 400 Kilometer durch eine flache Ebene zu fahren ist halt nicht so spannend, auch wenn zwischendurch immer mal ein paar Seen kommen. Und außerdem hatte sich das Wetter im Laufe des Tages auch noch ziemlich verschlechtert. Nachdem ich nämlich noch bei angenehmen 20° in Miami gestartet war, zeigte das erste Thermometer, das ich in Orlando gesehen hab nur 41°F (= 5°C) an, was ich erst für einen Scherz gehalten habe. Nachdem ich am Hotel ausgestiegen war habe ich aber leider festgestellt, dass es kein Scherz war und ich ziemlich am frieren war. Nachdem ich eingecheckt hatte, habe ich mir also erstmal etwas Wärmeres angezogen und bin dann noch einmal losgefahren, um ein paar Sachen einzukaufen. Das war aber mein nächste Fehler. Denn die Amerikaner konnten es offensichtlich gar nicht erwartet, dass Geld, das sie zu Weihnachten bekommen haben wieder auszugeben. Und da Christmas Day, also der 25. Dezember, glaube ich der einzige Tag im Jahr ist, an dem so gut wie alle Geschäfte in den USA geschlossen sind, ist halb Amerika am 26. in die Geschäfte geströmt. Jedenfalls kam mir das so vor und ich bin ohne etwas zu kaufen wieder zurück ins Hotel gefahren. 
Am Montag war meine Woche im schönen Florida dann auch schon wieder beendet und es hieß wieder einmal Koffer packen. Aber da ich immer noch mein Auto hatte konnte ich die Koffer diesmal zumindest einigermaßen leicht wieder zum Flughafen transportieren. Dort habe ich dann die Koffer eingecheckt, bin dann zurück nach Downtown Orlando gefahren, um das Auto wieder abzugeben und denn mit dem Bus zurück zum Flughafen. Von dort aus bin ich dann pünktlich um zehn nach zwei in Richtung Washington gestartet. Und diesmal verlief mein Flug auch tatsächlich ohne Zwischenfälle! Muss wohl daran gelegen haben, dass diesmal ich nicht umsteigen musste. Aber auch daran, dass ich nach Washington und nicht noch weiter in den Norden wollte. Denn ein Schneesturm hatte diesen Montag alle Großflughäfen nördlich von Washington, also Philadelphia, New York, Boston usw. außer Betrieb gesetzt. Da hab ich doch mal Glück gehabt.

In Washington angekommen habe ich mich dann gleich auf den Weg zu meiner Unterkunft gemacht, die mal wieder recht preisgünstig ist. Denn zu meinem Glück hat Birthe auch in Washington ein paar Verwandte, bei denen wir während unseres Aufenthalts hier wohnen können. Echt super. Also brauchte ich mir nur ein Taxi vom Flughafen zum Haus von Birthes Verwandten nehmen, wo ich Birthe dann auch wieder getroffen habe und auch gleich mein Zimmer beziehen konnte. Und was seh ich als ich meinen Koffer aufgemacht habe: Überraschung! Die TSA war so gut und hat innerhalb von einer Woche das zweite Mal meinen Koffer durchwühlt! Unglaublich sowas.

So, das soll es dann auch schon wieder einmal gewesen sein. Alles aus Washington spar ich mir dann fürs nächste Mal auf. Alle Fotos aus Florida sind außerdem auch schon online und wie immer über den unten stehenden Link zu erreichen. Bleibt mir nur noch euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen! Und nehmt das mit dem Rutschen bei den glatten Straßen in Deutschland bitte nicht zu genau...

Viele Grüße aus Washington

Sascha  

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Merry Christmas

Hallo Leute,

wie schnell die Zeit doch vergeht....
mittlerweile bin ich nämlich schon gar nicht mehr in Kalifornien, sondern sitze bereits in Titusville, Florida. Eigentlich wollte ich euch ja noch ein letzte Mal aus dem schönen Kalifornien schreiben, aber durch den ganze Stress beim Auszug und vor allem durch das furchtbare Wetter habe ich das leider nicht mehr geschafft. Aber dazu später mehr. Denn wie immer erzähl ich alles der Reihe nach. 

Also, stehen geblieben war ich ja am Montag vor 2 Wochen, an dem ich meine letzten Hausaufgaben abgegeben hatte. Damit war der reguläre Uni-Betrieb dann auch tatsächlich mehr oder weniger beendet. Denn bis auf einen kleinen Test am Dienstag haben wir in der letzten Woche eigentlich kaum noch was gemacht. In all meinen Kursen gab es nur noch ein paar kurze Zusammenfassungen über das, was wir so die letzten 4 Monate gelernt haben und ein nett gemeintes „Viel Glück“ für die Abschlussprüfungen ein Woche später. 

Außerhalb der Uni sind da schon ein paar spannendere Sachen passiert. Na gut, am Anfang der Woche noch nicht so, aber ich erzähl es trotzdem. Von Montag bis Mittwoch war ich nämlich größtenteils damit beschäftigt, schon mal ein bisschen für meine baldige Abreise vorzubereiten. Da fällt ja denn doch das ein oder andere an. Die Wohnung muss gekündigt werden, unser Fernsehen und Internet muss abbestellt werden, die Möbel, die wir gekauft haben sollen nach Möglichkeit weiterverkauft werden, die Sachen, die wir uns geliehen haben müssen zurückgegeben werden und und und. Was aber für mich persönlich das Wichtigste war: kriege ich die ganzen Sachen, die ich hier gekauft habe überhaupt in meine zwei Koffer? Aber da kann ich euch beruhigen, es sieht ganz gut aus, auch wenn ich schon recht nah am 100-Pfund-Limit bin. Und ansonsten habe ich als braver Student natürlich schon damit angefangen mich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten.
Am Donnerstag sind wir dann aber doch noch einmal vor die Tür gegangen und haben noch eine kleine Tour gemacht. Dabei waren wir dann auch endlich mal auf dem Signal Hill, einem ziemlich großen Hügel mitten in Long Beach, von dem man ein sehr schöne Aussicht über die ganze Stadt hat und bis auf die Skyline von Los Angeles gucken kann, die immerhin knapp 30km entfernt liegt. Und weil es gerade so schön war sind wir danach auch noch ein bisschen die Pazifikküste entlang gefahren, haben das Panorama genossen und uns auf die Suche nach ein paar Strand-Souvenirs gemacht. Man muss ja schließlich auch ein paar Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Und um noch mehr Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen sind wir am nächsten Tag gleich noch einmal richtig shoppen gefahren. Dabei waren wir dieses Mal im Outlet-Center Los Angeles. Und falls es mittlerweile so klingt als würden wir ziemlich oft shoppen gehen....das Gefühl habe ich irgendwie auch. Aber man kann auch wirklich gut einkaufen gehen hier und es ist echt super günstig. Vor allem die Outlet-Center sind spitze. Anders als in Deutschland haben die Outlet-Center hier nämlich nicht nur den Schrott, der sich sonst nicht verkaufen lässt, sondern sie verkaufen größtenteils das gleiche Sortiment, das auch in den normalen Stores verkauf wird. Nur halt bis zu 70% billiger.  

Nach unserer Shopping-Tour am Morgen hieß es dann aber leider doch: zurück an die Arbeit. Und so war für den Rest des Freitags und den kompletten Samstag erst einmal Lernen angesagt. Aber wer viel arbeitet, der darf sich auch mal was gönnen. Und deshalb waren wir am Sonntag noch einmal den halben Tag am Strand. Aber was will man am 12. Dezember am Strand? Ist doch viel zu kalt da um diese Jahreszeit. Naja, das habe ich auch mal gedacht, aber ich wurde hier eines besseren belehrt, denn an diesem Wochenende ist noch einmal der Sommer zurück gekommen und hat uns Temperaturen bis 30° beschert! Und das mussten wir natürlich ausnutzen und haben uns ein paar Stunden in die Sonne gelegt. Aber am Abend ging es dann leider doch wieder zurück an den Schreibtisch, denn am nächsten Morgen stand auch schon meine erste Abschlussprüfung an. Und am Dienstag schon gleich die Nächste. Aber trotz der schnelle Abfolge der Prüfungen sind doch beide ganz gut gelaufen....glaube ich. Die am Dienstag ein bisschen besser als die am Montag, aber gut. Und danach hatte ich ja dann zum Glück auch ein bisschen mehr Zeit bis zu meiner letzten Prüfung, die erst am Freitag dran war. Aber die Zeit brauchten wir auch, denn es gab da doch noch so ein paar andere Sachen, die wir noch machen wollten bzw. mussten.  
Was wir wollten war unter anderem, noch einmal nach Los Angeles zu fahren. Das haben wir dann auch gleich am Mittwoch gemacht. In Los Angeles angekommen waren wir dann als erstes am Griffith Observatorium und wollten noch einmal die schöne Aussicht über die Stadt genießen. Nur leider hatte sich das Wetter seit dem Wochenende doch schon ziemlich verschlechtert, so dass die Aussicht nicht ganz so schön war und die halbe Stadt im Nebel lag. Also sind wir nach recht kurzem Aufenthalt gleich weiter gefahren, und zwar noch einmal nach Hollywood. Wir brauchten nämlich unbedingt noch ein paar Souvenirs. Davon kann man nie genug haben :-). Aber der eigentlich Grund warum wir nach Los Angeles gefahren sind war, dass wir uns noch eine Fernsehshow anschauen wollten! Also nicht nur im Fernsehen, sondern so richtig im Studio. Und die Show die wir unbedingt sehen wollten, war die „Late-Late-Show with Craig Fergusen“, die wir während unseres Aufenthalts hier kennen und lieben gelernt haben. Bei der Show, handelt es sich wie der Name schon verrät, um eine Lateshow, die immer von Montags bis Freitags um 0:30Uhr auf CBS läuft, die aber wahrscheinlich sonst niemanden, der nicht schon einmal in den USA war, etwas sagen wird. Falls aber doch größeres Interesse daran besteht, was für eine Show das ist: mein Freund Google beantwortet gern alle Fragen. Die Show war ansonsten aber wie erwartet sehr gut, nur aus irgendwelchen Gründen hab ich geglaubt in einem Fernsehstudio sei es immer sehr warm und ich kann von Glück sagen, dass das Wetter an diesem Tag nicht so gut war und ich meine Jacke mit in das Studio genommen habe. Das Studio fühlte sich nämlich mehr nach Kühlschrank an und ich bin mir sicher das die Temperatur auch bis zum Ende der Show nicht über 12° bis 15° lag.  

Ab Donnerstag standen dann die Sachen an, die wir noch machen mussten. Und das waren vor allem Koffer packen und die Wohnung ausräumen. Gut, direkt am Donnerstag habe ich davon noch nicht soviel gemacht, da ich ja wie gesagt noch eine Prüfung am Freitagmorgen hatte, die ganz nebenbei auch ziemlich gut gelaufen ist, aber spätestens danach ging es richtig los. Und vor allem das Ausräumen der Wohnung wurde dann doch ganz schön stressig, denn im Laufe der letzten Monate hatten wir uns doch ziemlich viel Kram von Robert und Sandy zusammengeliehen. Und wie ihr ja wahrscheinlich wisst, fahren wir auch nur ein kleines Cabrio, mit dem sich nicht ganz so viele Sachen auf einmal transportieren lassen, so dass wir auch ein paar mehr Fahrten vor uns hatten. Und zu allem Überfluss hatte sich auch noch das Wetter gegen uns verschworen, denn am Freitagmorgen setzte Dauerregen ein, der auch bis zu meiner Abreise nicht mehr aufhören sollte. Aber trotz all der Widrigkeiten haben wir es doch geschafft am Freitag in zwei Touren schon einen Großteil unserer Sachen rüber nach Rancho Santa Magarita zu bringen und sind dort auch gleich nochmal für die letzten Tagen eingezogen! Und bevor ich das ganz vergessen: am Freitagnachmittag waren wir auch nochmal für eine Stunde in der Uni. Denn für alle Austauschstudenten, die so wie ich am „Study at the Beach“-Programm teilgenommen haben, gab es eine kleine Abschlussfeier bei der auch alle so eine Art Teilnehmerurkunde erhalten habe. Also so ein bisschen wie bei den Bundesjugendspielen, keine Siegerurkunde, nur ein Teilnahmeurkunde :-).  

Am Samstag haben wir dann noch einen letzten Ausflug nach Palm Springs gemacht, um dem Regen ein bisschen zu entkommen. Na gut, eigentlich hat Birthe auch dort Verwandte, die sie noch gerne besuchen wollte, aber das wir damit noch einmal ins Trockene gefahren sind, war auch ganz angenehm. Denn am Sonntag mussten wir noch einmal zurück in unser Apartment und die letzten Sachen abholen und das war absolut kein Vergnügen, da der Regen noch weiter zugenommen hatte und mittlerweile der halbe Apartmentkomplex unter Wasser stand. Denn das größte Problem mit dem Regen ist, das Kalifornien überhaupt nicht darauf eingestellt ist und das Kanalisationssystem dementsprechend schlecht ist, wenn denn überhaupt vorhanden. Und das führt dann natürlich auch unweigerlich dazu, dass alle Straßen und Fußwege restlos überfluten. Vor allem in unserem Wohnkomplex, denn hier gibt es gar keine Kanalisation und alle Fußwege standen etwa 5 bis 10cm unter Wasser. Und damit war die einzige Möglichkeit unsere Sachen zum Auto zu transportieren barfuß durch das Wasser zu waten, oder besser gesagt zu rennen, damit man selber und die Sachen die man gerade trägt nicht zu nass werden. Ich sag euch: ein Riesenspaß für die ganze Familie. Zum Glück konnten wir aber unser Auto in der Garage parken und zumindest im Trockenen einladen. Und nach etwa 4 Stunden war es dann doch endlich geschafft und wir konnten völlig durchnässt unser Apartment auf nimmer Wiedersahen verlassen.  
Am Sonntagabend gab es dann noch einen letzten original kalifornischen (kann man das so sagen?) Burger bei In-N-Out-Burger, bevor am Montagmorgen der Koffer abreisefertig geschlossen wurde und es endgültig Abschied nehmen hieß. Abschied nehmen vor allem von Robert und Sandy, die uns während unseres Aufenthalts hier bei so vielen Sachen geholfen und unterstützt haben und die fast wie eine Familie immer für uns da waren. Dafür auch an dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön (auch wenn sie das mangels Deutschkenntnisse wohl nie lesen werden)! Ja und danach ging es zum Orange County Airport nach Santa Ana, von wo aus es für mich zunächst nach Orlando, Florida in den Urlaub gehen sollte. Und hier habe ich mich dann auch erst einmal von Birthe verabschiedet, die direkt nach Washington fliegt und die ich dann dort erst am 27. wiedertreffe. 

Mit meinem Flug hatte ich dann allerdings wieder nicht viel Glück! Vielleicht erinnert sich der ein oder andere ja noch daran, was ich nach meinem chaotischem Hinflug geschrieben habe: jeder der es sich leisten kann sollte immer Direktflüge buchen! Ich konnte es mir nicht leisten und habe es zu meinem Leidwesen dann auch wieder nicht gemacht. Und so hatte ich einen Flug von Santa Ana nach Orlando mit Zwischenstopps in Las Vegas und St. Louis, allerdings ohne das ich das Flugzeug wechseln musste. Dachte ich. Denn wie das Schicksal so spielt, war an dem Flugzeug etwas kaputt und ich durfte in St. Louis doch das Flugzeug wechseln. Da aber kein anderes Flugzeug bereit stand hatte ich außerdem noch einen schönen dreistündigen Flughafenaufenthalt gewonnen! Und das führte dann auch gleich zum nächsten Problem. Denn ich hatte in Orlando extra ein Hotel mit Airport-Shuttle gebucht, um mir die Taxikosten zu sparen. Blöd nur, dass der Shuttle-Service nur bis Mitternacht gearbeitet hat und ich dank der dreistündigen Verspätungen erst eine halbe Stunde nach Mitternacht in Orlando angekommen war. Also durfte ich doch noch für 22$ mit dem Taxi ins Hotel fahren. Super! Aber zumindest haben meine Koffer auch den Weg nach Orlando geschafft und das Hotel war auch ok. Wenigstens etwas. 

So, und das soll’s dann auch endlich für heute gewesen sein.  Alles aus Florida gibt es dann beim nächsten Mal. Der Beitrag ist leider auch mal wieder ziemlich lang geworden, aber mir fällt halt immer zwischendurch so viel ein, was ich noch erzählen will :-). Entschuldigt bitte, falls ich euch zu sehr langweile. Ein kleines Update für meine zukünftige Reiseplanung muss ich aber trotzdem noch loswerden. Entgegen meiner ursprünglichen Planung werde ich nämlich Silvester nicht in New York, sondern in Washington verbringen und dann erst am 2.Januar weiter nach New York reisen. Zur Begründung: nur weil Silvester ist, bezahle ich keine 400$ oder aufwärts für eine Hoteübernachtung! 

So, damit ist dann auch wirklich Schluss. Ich wünsche allen die bis jetzt durchgehalten haben und immer noch meinen Blog verfolgen ein ganz frohes Weihnachtsfest!! 

Viele Grüße aus Florida, 

Sascha

Dienstag, 7. Dezember 2010

Welcome Aboard!

Hey Leute,

dieses Mal habe ich es doch tatsächlich geschafft nur eine gute Woche nach meinem letzten Eintrag schon den Nächsten rauszuhauen. Das gibt mir auch endlich die Chance, die Tage, die ich immer noch zurückhänge mal wieder aufzuholen. Also, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, es war Thanksgiving! Dann will ich da doch auch gleich mal wieder einsteigen...

Also, nachdem ich Dennis am Mittag zum Flughafen gebracht habe, war es für mich höchste Zeit zum Thanksgiving-Dinner zu fahren, zu dem Birthe und ich eingeladen waren. Geladen hatten hierbei Robert und Sandy. Und falls jemand vergessen hat, wer die Beiden sind: das sind diejenigen, bei denen wir auch die ersten zwei Wochen hier gelebt haben und die uns auch eines ihrer Autos geliehen haben. Da die Freeways aber überraschenderweise frei waren, habe ich es noch rechtzeitig zum Essen geschafft und konnte ein typisches amerikanisches Thanksgiving miterleben, mit dickem Truthahn, jeder Menge Beilagen, Dessert und und und. Das volle Programm halt. Und es war auch echt richtig lecker! Aber nach dem Essen mussten wir dann auch leider schon bald schlafen gehen, denn wir wollten (ok, ich wollte eigentlich nicht!) am nächsten Morgen mal ein bisschen früher aufstehen. Am Freitag nach Thanksgiving ist nämlich in den USA traditionell Black Friday. Und Black Friday ist der totale Super-Einkaufstag in den USA, an dem alle Geschäfte mit absoluten Superangeboten auf so gut wie alle Produkte locken. Und je nachdem was und wie viel man einkauft kann man da schnell mal ein paar Hundert (oder auch Tausend) Dollar sparen. Das einzig Unangenehme dabei ist nur, dass die Geschäfte schon zu sehr unchristlichen Zeiten öffnen. Manche zwar erst um sieben, andere aber auch schon um sechs, fünf oder sogar um drei Uhr morgens. Jedenfalls kommen die meisten Kunden sowieso schon einen Abend vorher und es bildet sich schon eine Riesenschlange im Laufe der Nacht, bei denen wohl auch viel gefeiert werden soll, was ich aber nicht bestätigen kann, da ich nicht dabei war. Aber um jetzt mal endlich auf den Punkt zu kommen: Da Birthe sich gerne einen Nintendo DS kaufen wollte und der an besagtem Freitag bei Walmart für 80$ (statt 140$ Normalpreis) im Angebot war, wollten wir uns den Spaß mal angucken. Nur leider gehörte Walmart zu der Gruppe von Geschäften, die schon um fünf aufgemacht haben, so dass bei uns um 4:15 der Wecker geklingelt hat. War dann letztlich auch ganz interessant zu sehen, wie eine Schlange von bestimmt 500 Leute um fünf Uhr morgens in einen Supermarkt drängt und wie sich ein paar Minuten später wieder 40 Meter lange Schlangen vor den Kassen bilden, aber eigentlich hätte ich doch lieber weitergeschlafen :-). Vor allem auch weil so viele Leute da waren, dass wir den DS gar nicht bekommen haben und damit völlig umsonst da waren. Was mich nur überrascht hat war, wie zivilisiert sich die Leute doch verhalten haben. Ich hätte mit einigen handfesten Prügeleien um die besten Angebote gerechnet, wurde aber auch in dieser Hinsicht leider enttäuscht. Also sind wir wieder nach Hause gefahren und haben erst einmal weiter geschlafen bis es wirklich morgen war.  

Im weiteren Verlauf des Freitags haben wir dann nicht mehr ganz so viel gemacht. Hab mir nur am Nachmittag endlich einen zweiten Koffer gekauft! Denn die ganzen Sachen, die ich hier mittlerweile zusammen gekauft habe passen auf keinen Fall mehr in den einen Koffer mit dem ich hier angekommen bin. Ehrlich gesagt habe ich sogar Bedenken, dass ich alles in die zwei Koffer kriege die ich jetzt habe. Aber die Frage wird geklärt, wenn ich hier wieder abreise. Und wo ich gerade von meiner Abreise hier spreche: da gibt es noch wichtige Informationen am Ende dieses Eintrags!  
Aber jetzt erstmal weiter. Am Samstag haben wir nämlich die Universal Studios in Hollywood besucht. Denn wenn wir hier schon in der Nähe von dem ein oder anderen Filmstudio wohnen, dann sollten wir uns doch auch mal angucken was die da so treiben. Und die Universal Studios haben da einfach das beste Angebot. Denn um die eigentlichen Filmstudios herum gibt es hier noch einen kompletten Freizeitpark mit verschiedenen Fahrgeschäften, Shows und natürlich einer riesige Einkaufmeile. Und vor allem die Shows sind sehr zu empfehlen. Zum Beispiel gibt es Shows, bei denen kurze Fortsetzungen zu großen Filmen wie Waterworld oder Terminator 2 aufgeführt werden. Außerdem noch Shows mit Tieren oder bei denen gezeigt wird mit wie die verschiedenen Special-Effects funktionieren. Alles richtig gut gemacht. Aber wie immer gilt auch hier: schaut euch am besten die Fotos dazu an.  

Und damit war das Wochenende auch eigentlich schon wieder vorbei, denn den kompletten Sonntag haben wir in unserem Apartment verbracht. Ich musste auch erstmal alles aufholen was so die letzten 10 Tage liegen geblieben ist, denn seitdem Dennis hier angekommen war hatte ich ja wie beschrieben nicht allzu viel Zeit. Dafür wird es aber in den Wochen jetzt immer ein bisschen spannender! Denn langsam aber sicher geht unsere Zeit hier doch zu Ende und wir haben immer noch relativ viel auf dem Zettel, was wir noch unbedingt machen wollen, so dass wir jetzt fast täglich was unternehmen müssen, womit ich denn auch gleich mal in die nächste Woche springe.   

Am Montag war noch alles beim alten und die Uni hat ihren täglichen Tribut gefordert, aber am Dienstag ging es dann schon los. Da sind wir nämlich zum Shoppen ins 60 Meilen entfernte Ontario gefahren, um uns vor unsere Abreise hier noch ein bisschen mit günstigen Klamotten einzudecken. Und warum ausgerechnet nach Ontario? Naja, hier steht eines der größten Outlet-Center im gesamten Großraum Los Angeles und das hat uns halt mit seinen Super-super-Sparangeboten angelockt :-).
Am Mittwoch war dann wieder „Ruhetag“ bevor es am Donnerstag weiterging. Am Donnerstag haben wir uns nämlich endlich mal die Queen Mary angeschaut, nachdem wir uns da knapp drei Monate davor gedrückt hatten. Da die Queen Mary aber das Wahrzeichen von Long Beach ist, mussten wir uns diese unbedingt noch anschauen. Fotos dazu sind auch schon online. Nur Geister hab ich leider keine gesehen, auch wenn ich auch dem Ausflug gelernt habe, das das Schiff verflucht sein soll. Aber die waren wohl im Eintritt nicht mit inbegriffen. Aber gute Unterhaltung hat das „verfluchte“ Schiff dennoch geboten. Denn an diesem Wochenende war zufällig so etwas wie eine Versammlung von Geisterjägern an Bord und man konnte an allen Ecken Leute sehen, die mit irgendwelchen Geräten nach irgend einer Art Geisterstrahlung gesucht haben. Ziemlich lustig anzusehen, auch wenn wir leider von den Angestellten gebeten wurden, die Leute nicht auszulachen. Aber gut, jeder braucht halt ein Hobby. Die einen spielen Fussball, die andern jagen Geister :-). Nach der Besichtigung der Queen Mary war der Tag aber auch noch nicht vorbei, denn wir sind danach noch wieder zurück zur Uni gefahren und haben uns das Basketballspiel zwischen unsere Cal State Long Beach und der Mannschaft der Universität von Hawaii angesehen, zu der man als CSULB-Student freien Eintritt hatte. Und sowas darf man sich natürlich auch nicht entgehen lassen, wenn man hier schon mal studiert. Vor allem wird der Universitätssport, wie ich vielleicht irgendwann schon mal erwähnt habe, hier ja auch ziemlich professionell betrieben, so dass solche Spiele auch relativ hochklassig und dementsprechend gut besucht sind. Und da wir auch noch eine ziemlich gute Basketballmannschaft haben, haben wir natürlich auch gewonnen! Das machte das Spiel dann natürlich noch besser und zu einem gelungenem Tagesabschluss. 
Am Freitagmorgen sind wir dann zu unserem letzten Wochenendausflug hier in Kalifornien aufgebrochen. Und dieses Mal ging es in Richtung Süden nach San Diego. Und weil San Diego nur knapp 100 Meilen von Long Beach entfernt liegt hat es auch ausgereicht erst am Freitagmorgen loszufahren. Nachdem wir dann angekommen waren und Mittag gegessen haben, sind wir als erstes Mal ein bisschen durch die Innenstadt und am Hafen entlang gegangen. Dabei sind wir dann auch schon wieder auf einem Museumsschiff gelandet. Nachdem wir aber einen Tag zuvor aber noch auf einem alten Passagierschiff waren, fanden wir uns dieses Mal auf der U.S.S. Midway wieder, einem ausgemusterten Flugzeugträger. Aber genau wie auf der Queen Mary gab es auch hier wieder so viel zu sehen, dass wir nicht alles geschafft, bevor das Schiff geschlossen hat. Aber auch das was wir gesehen haben war schon den Eintritt wert. Danach ging es dann nur noch weiter ins Hotel. Aber auch das hatte noch eine Überraschung zu bieten. Denn auf unserem letzten Trip hatten wir nicht nur das günstigste aller Hotels der letzten Monate gebucht, sondern es war überraschenderweise auch noch mit Abstand das beste. Weniger ist halt doch manchmal mehr! 

Am nächsten Tag führte uns unser Weg dann etwas außerhalb von San Diego in den Freizeitpark SeaWorld. Dabei handelt es sich um Erlebnispark mit einer Mischung aus Fahrgeschäften, Zoo und diversen Shows. Und natürlich alles mit dem Thema Wasser, wie der Name vielleicht schon verrät. Neben Shows mit Seelöwen, Robben und Delfinen ist SeaWorld dabei vor allem für seine Show mit Killerwalen berühmt. Alles in allem war es auf jeden Fall ein sehr schönen Tag dort. Aber auch hier gilt: seht euch einfach die Fotos an.  
Am Sonntag haben wir uns aber dann doch noch weiter San Diego angesehen. Gestartet sind wir dabei mit einer kleinen Stadtrundfahrt, die wir mit unserem Auto unternommen haben, bevor wir dann weiter in den Stadtpark von San Diego gefahren sind und da ein bisschen spazieren waren. Danach ging es dann weiter nach Old Town San Diego, wo man durch das San Diego von 1850 laufen konnten und sich in den wilden Westen zurück versetzt fühlte und zum Abschluss ging es dann noch zu einem Aussichtshügel, von dem man noch einen schönen Blick über San Diego genießen konnte. Obwohl der Ausblick gar nicht so schön war, da sich das Wetter doch ziemlich verschlechtert hatte im Laufe des Tages und die Stadt unter einer ziemlich dicken grauen Wolke lag. Aber egal. Danach ging es dann auch wieder zurück nach Long Beach und das Wochenende war mal wieder vorbei.  
Am Montag, also heute, ging es dann ganz normal wieder zur Uni und ich habe meine letzten Hausaufgaben abgegeben und meinen letzten Test geschrieben. Damit muss ich mich jetzt nur noch auf die Abschlussprüfungen nächste Woche vorbereiten und hab ansonsten mal ein bisschen mehr Zeit für andere Dinge, wie meinen Blog weiterschreiben, was ich hiermit getan habe! Damit habe ich es auch endlich geschafft, die Tage, die ich noch zurückhing, mal wieder aufzuholen. Auch wenn der Eintrag damit mal wieder ziemlich lang geworden ist. 

Bevor ich aber ganz zum Ende komme doch noch etwas Wichtiges, auf das ich weiter oben schon mal hingewiesen habe! Und zwar meine weitere Reiseplanung. Die wollte ich nämlich eigentlich schon zwei Blogeinträge vorher gepostet haben, habe das aber irgendwie immer vergessen. Also: die Uni hier geht nur noch zwei Wochen. Genauer gesagt noch bis zum 17.12.. Kurz danach werde ich dann auch Kalifornien verlassen. Und zwar flieg ich am 20.12. weiter nach Orlando, Florida. Dort bleibe ich dann bis zum 27.12. und fliege dann weiter nach Washington, D.C.. Von dort fahr ich dann Silvester nach New York und von dort aus geht es dann wieder nach Hause. Und jetzt kommt das vielleicht wichtigste Datum! Das ist nämlich der 8. Januar 2011! Denn das ist der freudige Tag, ab dem ich wieder in Deutschland bin! So, nun wisst ihr Bescheid. Und falls wider Erwarten doch noch jemand vorhatte mir ein Paket oder ein Brief zu schicken: die normale Postlaufzeit beträgt etwa 2 Wochen. Da ich aber in 2 Wochen nicht mehr hier bin, empfehle ich euch keine Pakete oder Briefe mehr zu schicken. Es sei denn ihr wollt, dass die auf nimmer Widersehen in irgendeinem Postamt verschwinden. 

So, damit ist denn jetzt aber auch wirklich Schluss für heute. Wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Schöne Grüße aus Long Beach 

Sascha


Fotos: http://picasaweb.google.de/109928597509986878187

Sonntag, 28. November 2010

Besuch aus der Heimat!

Hallo alle miteinander,

versprochen ist versprochen! Diesmal hat es nämlich keine drei Wochen gedauert bis ich mal wieder Zeit zum Schreiben gefunden habe. Aber über 2 Wochen sind es dennoch geworden. Aber ich bin auch nach wie vor ein wenig im Stress. Das letzte Mal habe ich euch ja aus dem schönen San Francisco geschrieben, aber noch offen gelassen, wie es da war oder was wir da gemacht haben. Ohne euch noch länger auf die Folter spannen zu wollen lege ich deshalb auch jetzt gleich mal los.
 Also, wie bereits gesagt war ja am 11. November Veteranentag und wir konnten uns daher schon am Mittwochnachmittag auf den Weg ins Wochenende machen, was wir natürlich auch gemacht haben und nach achtstündiger Fahrt schon Mittwochenacht in San Francisco waren. Am Donnerstagmorgen mussten wir dann aber natürlich etwas länger schlafen, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machen konnten. Dann ging es aber auch los und wir sind als erstes zum Coil Tower hinauf gefahren, um gleich mal eine Sehenswürdigkeit in den Raum zu werfen, von wo aus man schon einmal einen schönen Überblick über die Stadt genießen konnte. Leider waren wir aber nur am Fuß des Towers, da der Fahrstuhl, der den einzigen Weg auf den Tower darstellt, aufgrund von Reparaturarbeiten gesperrt war. Nachdem wir am Tower waren sind wir dann weiter in Richtung Innenstadt gefahren, haben unser Auto abgestellt und Downtown San Francisco zu Fuß erkundet. Das war auch sehr schön, wie man vielleicht auf den Fotos erkennen kann, nur leider auch sehr anstrengend, denn die meisten Straßen in San Francisco ähneln eher Hochgebirgspässen denn normalen Straßen. Aber wir haben es ja dann doch irgendwie überstanden und sind am frühen Abend weiter in Richtung Hafen gefahren, von wo aus wir zur Gefängnisinsel Alcatraz aufgebrochen sind. Wir haben dabei extra die Nachttour gebucht, da diese statt der einfachen Überfahrt zur Insel auch noch eine Rundfahrt um die Insel und eine spezielle Führung durch das Gefängnis beinhaltet hat. Es gab dabei denn auch tatsächlich soviel zu sehen, dass ich ein extra Fotoalbum dafür anlegen musste. Aber seht selbst. Nach der Tour, und natürlich erst nachdem wir unsere „Du kommst aus dem Gefängnis frei“ Karte vorgezeigt haben sind wir dann zurück ans Festland gefahren und weiter zu unserem Hotel, womit der erste Tag dann auch schon beendet war.

Am Freitagmorgen sind wir dann zur Golden Gate Bridge gefahren, dem absoluten Wahrzeichen von San Francisco. Dabei sind wir auch immerhin bis zum ersten Hauptpfeiler auf der Brücke entlang gegangen und haben ein paar schöne Fotos gemacht. Weiter wollten wir aber doch nicht gehen, mussten ja schließlich auch den ganzen Weg wieder zurück. Sind danach lieber zum Fuß der Brücke gefahren, wo mit Fort Point eine alte Festung aus dem Bürgerkrieg lag, die wir uns angeschaut haben. Anschließend sind wir dann aber auch noch über die Golden Gate Bridge rüber gefahren und haben uns auf der anderen Seite ein bisschen die Landschaft und die Strände angeschaut. Wäre ja auch blöd gewesen direkt wieder zurück zu fahren. Nach knapp zwei Stunden haben wir es dann aber doch gemacht und schön nochmal 6$ bezahlt, die die Überfahrt über die Brücke kostet. Aber man gönnt sich ja sonst nichts und wir mussten ja auch schließlich wieder zurück in die Stadt, wo wir dann den Rest des Tages am Hafen in Fisherman‘s Wharf verbracht haben. 
 So, und um mich jetzt doch mal wieder ein bisschen kürzer zu fassen: am Samstag waren wir nochmal in der Innenstadt vom San Francisco, anschließend im Golden Gate Park und dann noch im Zoo von San Francisco. Etwas wirklich außergewöhnliches ist dabei aber auch eigentlich nicht vorgefallen, so dass ich auch gar nicht viel mehr schreiben könnte. Und am Sonntag war das Wochenende auch leider schon wieder vorbei. Bevor wir wieder nach Hause gefahren sind, sind wir aber natürlich noch einmal mit einem der historischen Cable-Cars gefahren, wozu wir die Tage vorher irgendwie nicht gekommen sind. Aber das durften wir natürlich nicht auslassen! Danach ging es aber dann leider doch wieder zurück nach Long Beach, wo wieder die Uni auf uns wartete. Aber als abschließendes Fazit muss ich sagen, dass San Francisco doch eine sehr sehr schöne Stadt ist. Viel schöner als Los Angeles auf jeden Fall. Und wir hatten ja auch einmal mehr bestes Wetter.

In der Woche ging es dann wie immer tagtäglich zur Uni. Und wie immer kann ich auch dieses Mal nicht mehr aus der Woche berichten. Klingt wahrscheinlich mittlerweile auch ziemlich doof, wenn ich Woche für Woche erzähle, dass ich unter der Woche nur zur Uni geh und sonst quasi gar nichts anderes erlebe, aber es ist wirklich so! Ich sitze jetzt auch schon wieder hier und versuche mir krampfhaft irgendetwas aus den Fingern zu saugen, was passiert sein könnte aber mir fällt einfach nichts ein. Wenn man am Wochenende immer unterwegs ist kann man in der Woche halt nur den ganzen anderen langweiligen Kram machen, der so anfällt. Einkaufen, putzen, aufräumen, Wäsche waschen, Hausaufgaben und und und. Also bitte nicht wundern, wenn ich immer und immer wieder schriebe, dass in der Woche nichts passiert ist. Es passiert schon was, aber halt nichts Interessantes. Und damit spring ich dann auch gleich mal zum Donnerstag, denn ab hier wird es wieder spannend. 
Am Donnerstag hab ich nämlich Besuch bekommen! Und zwar ist mich mein Kumpel Dennis aus dem schönen Oberhammelwarden für eine Woche besuchen gekommen, so dass ich für die nächsten sieben Tage auch ein relativ volles Programm hatte. Denn natürlich wollte Dennis auch ein bisschen was sehen von den USA und es lag nun an mir, ihm auch so viel wie möglich zu zeigen. Also sind wir, nachdem ich ihn am Nachmittag am Flughafen abgeholt hatte und wir einen kurzen Zwischenstopp in unserem Apartment eingelegt hatten, gleich nach Las Vegas aufgebrochen, um hier das Wochenende zu verbringen. Von hier aus sind wir dann am Freitag weiter in Richtung Grand Canyon mit kurzem Halt am Hoover Staudamm. Diesmal sind wir aber nicht zum Grand Canyon Nationalpark, sondern zum Grand Canyon West, einem kleinen Erlebnispark (ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein), der von einem Indianerstamm verwaltet wird und ganz am Westrand des Canyons liegt. Berühmt geworden ist der Park vor allem, da hier der Skywalk zu finden ist, eine kleine Glasbrücke, die etwa 30m weit über den Canyon hinausgeschoben ist. Aber der Park ist dennoch nicht besonders empfehlenswert. Na gut, der Grand Canyon ist genauso schön wie überall sonst auch, aber der Park ist völlig überteuert, der Skywalk ist lächerlich klein und die letzten 20 Meilen zum Park sind nur über eine Schotterpiste zu erreichen, was man aber leider erst 100m vorher durch ein einfaches Straßenschild „Pavement ends“ erfährt. Nicht gerade der beste Untergrund für einen Sportwagen! Aber der Wagen hat es ja irgendwie überlebt.
Am Samstag haben wir uns dann Las Vegas angeschaut. Sind also ein bisschen durch die Straßen und die Kasinos gestreift und habe in etwa das gleiche gemacht, wie Birthe und ich vor zwei Wochen auch schon gemacht, nur in kürzer halt.  Am Sonntag sind wir dann wieder zurück nach Long Beach gefahren und ich musste den Rest des Tages für einen Test lernen, der am Montag anstand. War natürlich ein bisschen blöd für Dennis, aber ich konnte es halt auch nicht ändern. Dafür sind wir dann aber Montagabend erstmal nach Los Angeles gefahren, sind ein bisschen durch Downtown spaziert und haben uns anschließend das Basketballspiel L.A. Clippers gegen New Orleans Hornets angeguckt. Und auch den Dienstag haben wir in Los Angeles verbracht, diesmal aber nicht in der Innenstadt, sondern in Hollywood, Beverly Hills und umzu.

Am Mittwoch sind wir dann einmal quer durch Orange County gefahren und dann entlang der Pazifikküste wieder zurück nach Long Beach. Das musste auch unbedingt sein, denn auch wenn ich hier praktisch direkt am Ozean wohne, hatte Dennis auch nach 5 Tagen hier diesen immer noch nicht gesehen. In Long Beach angekommen haben wir uns dann am noch Abend das „Aquarium of the Pacific“ angeschaut, eines der Highlights in Long Beach, dass ich aber auch noch nicht gesehen hatte. Das war aber auch ganz gut, denn so habe wir uns nicht nur Sachen angesehen, die ich eigentlich schon alle kannte. Ab Mittwoch war außerdem auch schon wieder Wochenende, um das nochmal am Rande zu erwähnen, denn diese Woche stand mal wieder ein Feiertag an. Am Donnerstag war nämlich Thanksgiving! Und da man den Tag traditionell mit seiner Familie verbringt, waren auch am Mittwoch und am Freitag keine Uni, damit auch alle Studenten genug Zeit haben nach Hause zu fahren. Also mal wieder ein sehr langes Wochenende.
Am Donnerstag war die USA-Reise für Dennis dann auch schon wieder vorbei. Beziehungsweise fast vorbei. Denn bevor ich ihm am frühen Nachmittag zum Flughafen gebracht habe, waren wir noch an den Stränden nördlich von Los Angeles: Malibu, Santa Monica und Venice Beach. Danach ging es für ihn aber wirklich nach Hause und für mich zum Thanksgiving-Dinner. Aber darüber erzähle ich beim nächsten Mal mehr, denn dieser Beitrag ist auch jetzt schon wieder so lang das ich ans Ende kommen muss. Alles in allem war es aber ein sehr schöne Woche und ich war ganz froh mal wieder jemanden aus der Heimat zu sehen und mal ein bisschen in Ruhe und nicht nur am Telefon zu hören was alles so passiert ist die letzten jetzt schon knapp 4 Monate.

So, jetzt aber auch Schluss! Alles zum Thanksgiving-Weekend gibt es beim nächsten Mal und ich hoffe einmal mehr, dass ich mir dieses Mal nicht so lange Zeit lassen muss. Bis dahin,

schöne Grüße aus Long Beach

Sascha


Sonntag, 14. November 2010

Viva Las Vegas!

Hey Leute,

auch wenn ich schon seit drei Wochen nichts mehr von mir hab hören lassen: ich lebe noch! Ich hoffe nur es hat noch keiner Angst bekommen ;-). Aber da drei Wochen doch schon eine sehr lange Zeit ist muss ich jetzt unbedingt mal wieder was schreiben. Ich hatte nur leider die letzten Tage und Wochen immer sehr viel zu tun. Entweder weil wir unterwegs waren, oder weil die Uni meine ganze Zeit in Anspruch genommen hat. Und die geht nun mal vor. Aber jetzt soll’s auch los gehen.

Um weiterhin chronologisch vorzugehen, starte ich denn jetzt einfach mal heute vor drei Wochen. An diesem Wochenende habe ich aber wie in meinem letzten Beitrag schon angedeutet, bis auf den üblichen Uni-Kram ziemlich wenig unternommen. Bis auf eine Ausnahme. Für meinen Volleyball-Kurs in der Uni muss ich nämlich einen Aufsatz über ein Volleyballspiel zwischen zwei Universitäten schrieben. Da ich den Sportkurs in eh nicht anrechnen lassen kann, hatte ich eigentlich nicht vor mir die Mühe zu machen mir so ein Spiel anzuschauen. Aber bevor ich den ganzen Samstagabend alleine in meinem Apartment sitze (alle meine Mitbewohner waren nämlich irgendwie weg an diesem Tag) habe ich mich kurzerhand doch dazu entschlossen, mir ein solches Volleyballspiel anzuschauen. Ich musste dazu nur extra nach Fullerton (etwa 15 Meilen von Long Beach entfernt) fahren, um mir dann dort das Spiel zwischen der California State University Fullerton und meiner Cal State Long Beach anzugucken. Und ich muss sagen: es hat sich gelohnt. Nicht nur das Spiel war auf recht hohem Niveau, sondern auch das ganze Drumherum war, typisch amerikanisch halt, echt gut und ziemlich professionell. Auch wenn es „nur“ ein Spiel zwischen zwei Universitäten war und Volleyball auch in den USA nicht die Nummer-Eins-Sportart ist, waren bestimmt 2000 Zuschauer da und in Sachen Musik, Hallensprecher und Cheerlaeding konnte die Veranstaltung locker mit z.B. Basketball-Bundesligaspielen in Deutschland mithalten. Aber auch wenn das Spiel super war: ob ich den Aufsatz darüber wirklich schreibe steht noch in den Sternen.  
Die anschließende Woche verlief dann im Prinzip wie jede andere. Außer das ich jeden Tag in der Uni war gibt es eigentlich nicht viel mehr zu berichten. Spannend wurde es dann erst wieder am Wochenende. Diesmal mussten wir aber nicht erst weit weg fahren, um etwas zu erleben, sondern brauchten nur ein paar Kilometer weiter. Wir waren nämlich am Freitag und Samstag im Disneyland! Und da das in Anaheim ist, liegt das praktisch direkt vor unserer Haustür. Genauer gesagt waren wir sogar nicht nur im Disneyland, sondern zusätzlich auch in Disney’s California Adventure Park. Da die beiden Themenparks aber direkt nebeneinander liegen und eigentlich auch zusammen gehören war das nichts Außergewöhnliches. Auf jeden Fall war es aber super da! Das einzig Störende war nur, dass der Eintritt mit 160$ für zwei Tage doch relativ teuer war. Dafür wurde aber auch wirklich einiges geboten. Und da die beiden Parks ziemlich groß sind braucht man die zwei Tage auch. Und bevor jemand fragt: nachdem ich die Fahrgeschäfte im Disneyland gesehen habe muss ich sagen: Der Freizeitpark ist zwar für Kinder gemacht aber mit Sicherheit nicht nur für Kinder! Ich musste nämlich auch hier schon einige Leute berichtigen, die mich doch etwas merkwürdig angeschaut haben, nachdem ich erzählt habe, ich sei im Disneyland gewesen. Oh, und habe ich weiter oben gesagt es habe nur eine störende Sache gegeben? Ich habe vergessen zu erwähnen das wir auch eine Fahrt im Mountain Rafting gemacht haben. Also im Prinzip das gleiche Gefährt, dass es auch im Heidepark gibt. Nur, dass man bei dieser Version leider etwas mehr Wasser abbekommt, so dass ich nach der Fahrt komplett durchnässt war. Und damit meine ich, dass ich richtig nass war. Von oben bis unten. Und in komplett nassen Sachen rumzulaufen hat dann doch irgendwie weniger Spaß gemacht. Aber sonst war es echt gut und ich kann den Freizeitpark auf jeden Fall empfehlen. Fotos sind natürlich auch schon online.

Am Sonntag war dann der 31. Oktober und das heißt in den USA? Happy Halloween natürlich! Aber gleich vorweg: wir haben an keiner großen Halloweenparty teilgenommen und ich hab mich auch nicht verkleidet (Wer mich kennt, weiß auch, dass ich nicht der Typ dafür bin). Stattdessen waren wir am Sonntag in Los Angeles im Staples Center und haben uns Basketball angeguckt. Warum wir das unbedingt an Halloween machen mussten? Wenn man sich schon mal ein NBA-Spiel anguckt, dann sollte man sich auch Nowitzki angucken. Zumindest ist das meine Meinung als Nowitzki-Fan. Jedenfalls war das Spiel Los Angeles Clippers - Dallas Mavericks die einzige Chance während unseres Aufenthalts hier Nowitzki mal in Los Angeles spielen zu sehen. Und da war es natürlich umso besser, dass die Mavericks auch gewonnen haben. Und zwar 99:83. Das Doofe bei solchen Events ist nur, wie wir auch schon beim Baseball festgestellt haben, dass Essen und Getränke einfach unverschämt teuer sind. Aber ist eh nicht zu ändern und man muss halt vorher genug trinken oder essen. 
Nach dem Basketballspiel sind wir dann auch nicht gleich wieder nach Hause, sondern sind noch ein bisschen durch die Stadt gefahren und habe uns die vielen geschmückten Häuser angeschaut. Klingt komisch? Ist es aber nicht. Man muss nur wissen, dass Halloween hier ungefähr genauso gefeiert wird wie Weihnachten. Zumindest hat jeder Zweite sein Haus mit Spinnennetzen, Fledermäusen, Mumien, Grabsteinen, orangen Lichterketten oder irgendetwas vergleichbarem dekoriert. Ist echt mal spannend zu sehen, wie Halloween richtig gefeiert wird. Hab dabei auch ein paar Fotos von verschiedenen Häusern gemacht die besonders hübsch, oder besser gesagt besonders gruselig geschmückt waren. Vielleicht lad ich die bei Gelegenheit nochmal hoch. Ansonsten ging damit das Wochenende dann auch schon wieder zu Ende und es war wieder Alltag angesagt. Allerdings wurde die Woche dadurch aufgewertet, dass sich der Sommer noch einmal zurück gemeldet hat und wir am Mittwoch und Donnerstag nochmal Temperaturen bis 34°C hatten. Und das find ich für Anfang November doch schon recht ordentlich! Und außerdem konnte ich so doch noch einmal unseren Pool genießen, was ich schon fast nicht mehr für möglich gehalten hatte.

So, jetzt aber genug geschwärt. Nachdem die Woche vorbei war, stand nämlich für das nächste Wochenende endlich Las Vegas auf dem Plan. Also haben wir am Donnerstag unsere Koffer gepackt, sind in unser Auto gesprungen und haben uns auf den Weg in die ultimative Spielerstadt gemacht. Natürlich mit der Hoffnung, dass wir nicht unser ganzes Geld verzocken und noch etwas für den Rest unserer Zeit hier übrig behalten. Und um auf Nummer sicher zu gehen, sind wir dann am Freitag auch nicht gleich ins Casino gestürmt, sondern sind erstmal zum knapp 30 Meilen entfernten Hoover-Staudamm an der Grenze zwischen Nevada und Arizona gefahren, um uns diesen anzuschauen. Denn eine über 220m hohe Staumauer kriegt man auch nicht überall zu sehen. Und war auch schon echt beeindruckend. Und die Amis sind auch sehr stolz auf ihren Damm und dass sie mit dem eingebauten Wasserkraftwerk wenigstens ein bisschen Gutes für die Umwelt tun.

Nachdem wir aber am Nachmittag zurück in Las Vegas waren ging es dann aber doch endlich auf den „Strip“ und ab in die Casinos. Und die Meisten davon haben schon beachtliche Ausmaße. Denn zu fast jedem Casino gehört immer noch ein riesiges Hotel und meist auch eine komplette Shoppingmall, mit meist sehr teuren Designerläden. Aber wie immer verweise ich auch hier wieder auf die zahlreichen Fotos, die deutlich mehr Aussagekraft haben als meine Worte. Auf jeden Fall musste ich mich dann in einem der vielen Casinos doch mal an einen Spieltisch wagen und habe mein Glück beim Roulette versucht. Und was soll ich sagen...ich habe tatsächlich ein bisschen was gewonnen! Nachdem ich mich mit 20$ Einsatz (was für Vegas-Verhältnisse übrigens echt wenig ist) an den Tisch gesetzt hatte konnte ich mein Guthaben innerhalb von ein Stunde auf stolze 45$ erhöhen! Und, anders als die meisten andere Spieler, die immer weiter spielen bis alles weg ist, bin ich einfach aufgestanden und habe meine 25$-Gewinn eingestrichen. Natürlich nicht der ganz große Gewinn, aber immerhin! Ich hätte natürlich auch nochmal alles auf Rot setzen können , um dann das Doppelte zu haben, aber ich bin halt nicht der ganz große Zocker und habe mich lieber für den sicheren Weg entschieden.
 
Neben den Casinos haben wir uns am Samstag dann auch noch einige der anderen spektakulären Seiten von Las Vegas angeschaut. Wir waren da zum Beispiel in der Fremont Street, die von einem 450 Meter langem und 15 Meter breitem gewölbtem Dach überspannt wird, dass komplett mit LEDs bestückt ist und so den größten Fernseher der Welt ergibt und mit einer imposanten Lichtshow aufwartet. Außerdem waren wir auf dem Stratosphere Tower, einem über 200 Meter hohem Turm, auf dem es neben einem Restaurant und einer Aussichtsplattform auch eine Achterbahn, ein Karussel und einen Freefall-Tower gibt. Und natürlich haben wir auch die vielen kleinen Kapellen und Kirchen gesehen, in denen man im Drive-Thru heiraten kann. Und zum Abschluss haben wir uns noch eine der vielen Shows angeschaut, die natürlich jedes große Casino anbietet. Wir haben uns dabei für die Blue Man Group entschieden. Und die Show war wirklich großartig! Ich kann sie wirklich nur jedem empfehlen. Läuft soweit ich weiß ja auch in Berlin.

Damit war unser Wochenende in Las Vegas dann aber leider auch schon wieder beendet und wir mussten uns wieder auf den Heimweg machen. Da man hier aber ja soviel mitnehmen muss wie nur geht, sind wir am Sonntag nicht den gleichen Weg nach Long Beach zurück gefahren, auf dem wir gekommen sind, sondern haben noch einen kleinen (oder etwas größeren) Abstecher durchs Death Valley gemacht. Und wie man auf den Fotos sieht war es da landschaftlich auch recht schön. Vielmehr kann ich aber leider nicht dazu sagen, da wir halt nur einmal schnell durch den Nationalpark gefahren sind und dabei auch nur zweimal kurz gestoppt haben. Viel mehr Zeit hätten wir uns aber auch nicht lassen können, denn an diesem Sonntag wurden auch hier in Kalifornien die Uhren auf Winterzeit umgestellt und das heißt, das es jetzt jeden Tag schon um fünf dunkel wird. Also haben wir uns nach Einbruch der Dunkelheit auch endgültig auf den Heimweg gemacht, womit das Wochenende dann auch wirklich beendet war.

In der nächsten Woche dann wieder: business as usual. Aber auch diese Woche war nicht wie die anderen. Denn am 11. November, also am Donnerstag war Veteranentag. Und da die Veteranen ungefähr das Heiligste sind, was die Amerikaner haben, ist das natürlich ein Feiertag. Und damit wurde unser übliches 3-Tage-Wochenende sogar zu einem 4-Tage-Wochenende! Und für dieses extra lange Wochenende haben wir schon vor langer Zeit unseren Trip nach San Francisco vorgenommen, die nach allgemeiner Meinung schönste Stadt Kaliforniens. Aber ob sie wirklich so schön ist und was wir sonst so am Golden Gate alles unternommen haben, dazu mehr beim nächsten Mal. Denn nachdem ich so lange nichts geschrieben habe ist dieser Beitrag verständlicherweise etwas länger geworden und ich will eure Geduld nicht noch weiter strapazieren. Daher mach ich an dieser Stelle für heute Schluss und verspreche, dass es bis zu meinem nächsten Beitrag nicht nochmal drei Wochen dauert.

Schöne Grüße diesmal aus dem schönen San Francisco

Sascha